Mittwoch, 27. September 2017

[Rezension] Vintage


Grégoire Hervier: Vintage

Preis: € 20,99 [D]
Einband: gebunden
Seitenanzahl: 400
Altersempfehlung: ab 12
Reihe: -
Verlag: Diogenes
ISBN: 978-3-257-60812-0








Der Inhalt
Der junge Gitarrist, Journalist und Gitarrenverkäufer Thomas Dupré bekommt die Chance seines Lebens: Für einen schottischen Lord soll er die legendäre Gibson Moderne finden – oder zumindest Beweise für ihre Existenz. Thomas macht sich auf eine abenteuerliche Suche, die ihn quer durch die ganze Welt führt: Von Paris über Schottland geht es nach Sidney und dann quer durch die USA. Doch wird er am Ende wirklich das finden, was er sich erhofft? Werden seine Bemühungen reichen und erhält er die versprochene Million vom Lord?


Der Titel
Die Gitarre ist alt, aus einer alten Generation. Das heißt, sie ist Vintage. Passt also sehr gut! Mehr kann ich dazu nicht sagen.

Das Cover
Auf dem Cover zu sehen ist der Kopf der Gibson Moderne auf rotem bzw. blauem Hintergrund. Da das ganze Buch sich um die Gitarre, ihre Geschichte, ihr Geheimnis und ihr Auffinden dreht, passt das Cover ganz wunderbar!

Die Protagonisten
Thomas mag ich sehr, seine Begeisterung für die Gitarren und seine Nachforschungen  ist wirklich sehr ansteckend. Er besitzt einen Spürsinn, der wirklich beneidenswert ist und so tat er immer wieder Dinge, die ich ihm nicht zugetraut hätte bzw. nicht erwartet hatte. Im Laufe des Buches entwickelt sich Thomas deutlich weiter und er besitzt am Ende einen Mut, der seinem Verhalten eine ganz neue Richtung gibt und seinen Charakter noch interessanter macht.
Lord Winsley war mir eigentlich auch sehr sympathisch, sein Verhalten gegenüber Thomas war teilweise nur etwas seltsam, liest man aber das Ende, kann man das aber – zumindest ein bisschen – nachvollziehen und versteht seine Beweggründe. Allerdings verhält der Lord sich bisweilen auch etwas kindisch, einerseits anstrengend, andererseits aber sehr witzig.

Die Story
Grégoire Hervier nimmt uns mit auf eine spannende Reise quer durch die Geschichte des Blues. Zu kurz kommen dabei natürlich auch nicht diverse Musiker aus den 50er- und 60er-Jahren.
Das Buch steckt voller Überraschungen: Die Geschichte der Moderne wird Stück für Stück enthüllt, wenn man denkt, man hat alles erfahren, kommt wieder ein neues Bruchteil ans Licht. Ich habe mehr als einmal nach Luft geschnappt, weil ich so von etwas überrumpelt wurde oder ganz einfach erstaunt war. Am Anfang hatte ich manches ganz anders erwartet, wurde aber eines besseren belehrt.
Durch das Schreiben in der Ich-Form hat man als Leser einen viel besseren Zugang zu den Personen und auch zu dem Thema allgemein, was ich hier als eindeutigen Pluspunkt sehe. Hervier öffnet so auch ein Türchen für diejenigen, die keine Ahnung von Musik haben oder einfach nicht so mit dem Thema vertraut sind.
Neben einigen ernsten gab es sehr viele lustige Szenen, die sehr unterhaltsam waren und den Spaß am Lesen noch vergrößerten. Der Auto hat außerdem eine sehr schöne, fast bildhafte Sprache, die es ermöglichte, alles ganz genau zu beschreiben, sodass man sich als Leser die Szenen noch viel besser ausmalen und sich in sie hineinfinden kann.

Mein Fazit
Ich bin wirklich so begeistert von diesem Buch und wahnsinnig froh, dass LovelyBooks und Diogenes es mir ermöglicht haben, es zu Lesen – ich hätte es mir wahrscheinlich nie gekauft!
Das offene Ende war zwar einerseits etwas ärgerlich, weil ich noch sooo viele Fragen habe, aber genau das macht auch den Charme dieses Endes aus. Ich bin also trotzdem ganz zufrieden. ;)

Herzlichen Dank LovelyBooks und Diogenes für das Leserundenexemplar!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen