Mittwoch, 21. März 2018

[Rezension] Einzig


Kathryn Evans: Einzig

Übersetzt von: Sabine Reinhardus 
Preis: € 12,99 [D]
Einband: Klappenbroschur
Seitenanzahl: 368
Altersempfehlung: ab 13
Reihe: -
Verlag: FISCHER Taschenbuch

ISBN:  978-3-7335-0297-3




Der Inhalt
Die 16-jährige Teva scheint von außen betrachtet ein ganz normaler Teenager zu sein. Doch niemand, nicht einmal ihre beste Freundin Maddy oder ihr Freund Ollie, ahnt, dass zuhause nicht nur ihre Mutter, sondern noch mehr als ein Dutzend andere Tevas warten. Jede in einem Lebensjahr gefangen. Teva ist nicht bereit, ihr Leben nach nur 365 Jahren einer anderen, neuen Teva zu überlassen. Sie möchte eine Zukunft haben, ein normales Leben führen und kämpft für ihren Traum…


Der Titel
Die aktuelle Version von Teva möchte die einzige sein bzw. die letzte, die das Leben der vorherigen Version genommen hat. Oder, andersherum gesagt, anders als andere Menschen ist Teva nicht die einzige Version ihrer Selbst.

Das Cover
Ich würde sagen, eines der Mädchen ist die 16-jährige Teva, die andere steht für die anderen Tevas aus den früheren Jahren. Dass es sich praktisch um eine Spiegelung ihrer selbst handelt, wird auch am Cover deutlich: Am Schriftzug des Titels und an den Lippen des oberen Mädchens sieht man, dass die untere sich an einem See oder ähnlichem befindet.

Die Protagonisten
Die 16-jährige Teva steht als Protagonistin im Mittelpunkt der Geschehnisse. Anfangs war sie mir sehr unsympathisch, denn sie ist sehr auf sich bezogen. Ihre 15-jährige Vorgängerin hatte einen Freund, Ollie, denn die neue Teva – mitsamt allen anderen Freunden und ihrem ganzen Leben – übernahm. Sie kann die Eifersucht ihres 15-jährigen Ichs nicht nachvollziehen, reagiert aber selber sehr empfindlich, als diese sich nach ihrem Freund sehnt. Teva ist sehr selbstsüchtig, möchte unbedingt um ihrer selbst willen ihr Leben behalten und die Entstehung einer neuen Version verhindern. Aus einer Mücke macht sie besonders am Anfang einen Elefanten und sie nimmt alles, was andere tun bzw. nicht tun, persönlich. So wundert sie sich zum Beispiel, dass nach einem Tag Onlinepräsenz nicht schon hunderte von Leuten auf ihren Blog reagiert haben – sehr unrealistisch, diese Annahme… Im Laufe des Buches ändert sich jedoch ihre Sichtweise und sie nimmt immer mehr die Probleme der anderen Tevas wahr.

Die Story
Am Anfang konnte ich mich nicht recht mit dem Buch anfreunden. Das lag mit Sicherheit vor allem an Teva, mit der ich so gar nicht warm wurde. Das änderte sich zum Glück mit der Zeit, denn ich glaube, ansonsten hätte ich das Buch früher oder später aus der Hand gelegt.
Eigentlich ist es die Geschichte eines völlig normalen Teenagers: Schule, der erste feste Freund und die beste Freundin. Gestört wird dieses scheinbar geborgene Leben durch Tevas viele Doppelgänger, die ein mehr oder weniger ruhiges Leben daheim führen. Im Laufe des Buches entwickeln sich die verschiedenen Tevas zu reiferen Persönlichkeiten und kommen immer besser miteinander klar.
Zum Ende des Buches erfährt man außerdem, warum jedes Jahr eine neue Teva hinzukommt. Das schien mir allerdings ein bisschen weit hergeholt und das Ende war ein bisschen seltsam.

Mein Fazit
Außer dem komischen Ende war das Buch eine sehr interessante und abwechslungsreiche Lektüre für zwischendurch. Besonders spannend fand ich, dass die verschiedenen Tevas jeweils einen so unterschiedlichen Charakter haben.

1 Kommentar:

  1. Hallo Miriam! :)

    Schöne Rezension! Das Buch hört sich ja nach was ganz anderem an. Ich glaube, so eine Thematik wie hier ist mir noch nie begegnet, aber es hört sich auf jeden Fall interessant an. :)

    Ganz liebe Grüße x
    Sara

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