Mittwoch, 28. März 2018

[Rezension] In deinen Augen


Maggier Stiefvater: In deinen Augen

Aus dem Amerikanischen übersetzt von Jessika Komina, Sandra Knuffinke
Preis: € 9,95 [D]
Einband:Taschenbuch mit Relieflack
Seitenanzahl:496
Altersempfehlung: ab 16
Reihe: Dritter Teil einer Trilogie
Verlag: script5
ISBN:  978-3-8390-0174-5





Der Inhalt
Grace und Sam sind sich so fern wie nie zuvor: Während Grace als Werwolf durch die Wälder streift, lebt Sam nur so in den Tag hinein, geht morgens zum Arbeiten in die Buchhandlung und sehnt sich ansonsten nach Grace und einem Wiedersehen mit ihr. Doch das Warten auf Grace scheint sinnlos, denn niemand weiß, wo sie sich befindet und wann sie sich wieder verwandeln wird. Cole, der sich als Mensch mittlerweile immer wohler fühlt, versucht verzweifelt, ein Heilmittel zu finden, um Sam und Grace ein Leben getrennt voneinander zu ersparen. Aber die Wölfe werden noch von einer ganz anderen Seite bedroht: Tom Culpeper hat beschlossen, Jagd auf die Tiere zu machen, die seinen Sohn töteten. Ob Sam und Cole die Wölfe retten können?


Der Titel
In deinen Augen ist allein ziemlich nichtssagend, finde ich. Vielleicht hat Sam immer Grace vor seinen Augen und andersherum, keine Ahnung… Wenn man den Titel aber in Zusammenhang mit denen der anderen Bücher sieht, macht es Sinn: Nach dem Sommer Ruht das Licht In deinen Augen markiert einen Neuanfang. Ich denke, der Titel wurde aus Grace‘ Sicht verfasst: Nach seinem letzten Sommer wird sich Sam nie wieder verwandeln, das Licht, der Werwolf in ihm, verlischt sozusagen.

Das Cover
Das Cover mag ich sehr, vor allem, weil es den anderen beiden Bänden so ähnlich ist. Das Grün verheißt Hoffnung, die Vorfreude auf den Frühling, auf eine mögliche Rückkehr von Grace. Dass Sam nun kein Wolf mehr sondern ein Mensch ist, finde ich toll! Schließlich ist er von seinem Werwolfdasein geheilt. Die Entfernung zwischen dem Mädchen und dem Jungen verdeutlicht die Distanz, die Grace‘ Verwandlungen mit sich führt. Die bedingungslose Liebe von Grace und Sam zueinander kann aber nichts zerstören, sehr schön dargestellt durch die ausgestreckten Arme der beiden und das Herz zwischen ihnen.

Die Protagonisten
Grace ist zu Beginn sehr unsicher in ihrer neuen Haut, landet immer wieder an neuen Orten und weiß sich nicht so richtig zu helfen. Im Laufe des Buches wird sie jedoch immer erwachsener und beweist eine Stärke und ein Selbstbewusstsein, das man ihr zu Beginn der Reihe nicht zugetraut hatte. Sam war mir am Anfang und auch später, wenn Grace sich mal wieder verwandelt hatte, etwas zu unmotiviert bzw. zu negativ. Es schien, als könnte er ohne sie kein selbstständiges, funktionierendes Leben führen, was mich ehrlich gesagt etwas störte. Cole entwickelt sich immer mehr zu einem sympathischen jungen Mann, der endlich einen Sinn in seinem Leben gefunden hat und für seine Freunde alles tun würde. Mit seiner Mission, dem Auffinden eines Heilmittels, hat er ein klares Ziel vor Augen und tut alles Nötige, um es zu erreichen – egal, ob er womöglich dabei draufgehen könnte. Isabel ist ziemlich genervt von seinen Aktionen und auch sie vermisst Grace. Als sie schließlich wieder auftaucht, ist Isabel sofort an der Seite ihrer Freundin und unterstützt sie.

Die Story
Am Anfang bin ich leider nicht besonders gut in die Geschichte hineingekommen, irgendwie war mir alles so eintönig. Das liegt vor allem an Sams Trübsal, das er ohne Grace an seiner Seite bläst, denke ich.
Schade fand ich, dass man so wenig über Isabels und Coles Beziehung zueinander erfahren hat. Ich mochte die beiden zusammen im letzten Buch sehr und habe die lustigen Begegnungen vermisst. Auch einzeln fand ich die beiden sehr amüsant und habe mich immer wieder gefreut, wenn einer der beiden in der Handlung auftauchte.
Im Buch gibt es mehrere spannende Wendungen, die ich so nicht erwartet hätte. Das machte die Erzählung sehr abwechslungsreich und nach meinen anfänglichen Startschwierigkeiten habe ich die Lektüre doch sehr genossen.

Mein Fazit
Ich habe ehrlich gesagt über das Buch eine zwiegespaltene Meinung. Einerseits finde ich Grace und Sam ein etwas zu perfektes und daher anstrengendes Paar, andererseits aber hätte die Reihe nach Band 2 unmöglich beendet werden können. Auch über das Wiedersehen mit Isabel und Cole habe ich mich sehr gefreut.
Ich glaube, für mich hätte es Band 2 und 3 gar nicht geben müssen, aber die Bücher sind auf jeden Fall ein netter Zusatz.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen