Sonntag, 11. März 2018

[Rezension] Silber - Das erste Buch der Träume


Kerstin Gier: Silber - Das erste Buch der Träume

Preis: € 12,00 [D]
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 432
Altersempfehlung: -
Reihe: Auftakt einer Trilogie
Verlag: Fischer Taschenbuch

ISBN:  978-3-596-19673-9



Der Inhalt
Nach ihrem Umzug nach London werden Liv Silbers Träume immer seltsamer: Kindermädchen Lottie mir Beil, eine Tür mit Steinfigur, die sprechen kann und ein nächtliches Ritual auf einem Friedhof. Das Unheimliche daran ist, dass die Jungen, die sie im Traum sieht, im echten Leben existieren und plötzlich Dinge über Liv wissen, die sie ihnen am Tag garantiert nicht gesagt hat. Liv will unbedingt das Rätsel um ihren Stiefbruder Grayson und seine drei Freunde lösen, doch sie ahnt nicht, auf was sie sich da eingelassen hat…


Der Titel
Silber ist der Nachname von Liv. Ich denke allerdings, dass sich auch um sie ein Geheimnis rankt und ihr Name deshalb wichtig genug ist, um ihn im Titel zu nennen. Der Untertitel Das erste Buch der Träume macht gleich deutlich, um was es eigentlich um Buch geht, nämlich um Träume.

Das Cover
Auf dem Cover sind verschiedene Dinge abgebildet, die in Livs Träumen eine Rolle spiele: Die Tür mit Eidechsenknauf ist der Eingang zu ihrer Traumwelt, in einem Traum ist Liv eine Eule, um in manche Träume zu gelangen braucht man einen Schlüssel. Auch der Mond ist sehr wichtig – inwiefern müsst ihr selbst herausfinden… Mir gefällt besonders, dass das Cover so verspielt ist, man aber durch das Farbkonzept rot, schwarz, grau und blau nicht überfordert bzw. erschlagen wird.

Die Protagonisten
Liv Silber ist ein ziemlich normales Mädchen mit einem gesunden Selbstbewusstsein und einer ganz normalen Familie. In ihrem Leben ist Liv schon viel zu oft umgezogen, aber da ihre Mutter in London nun einen Freund hat, wird sich ihr Wohnort wohl nicht mehr so schnell ändern. Obwohl sie und ihre kleine Schwester Mia sich anfangs gegen den Umzug in die Patchwork-Familie sträubten, fühlt sich Liv bald wohl in ihrem neuen Zuhause und freundet sich mit ihrem Stiefbruder Grayson an.
In ihren Träumen begegnet Liv vor allem Henry sehr oft. Er gehört zu der Viererclique von Grayson und hat Liv bereits im Flugzeug auf dem Weg nach England gesehen. Die beiden verstehen sich ziemlich gut und verbringen auch im echten Leben immer mehr Zeit miteinander.

Die Story
Die Handlung nahm ziemlich schnell Fahrt auf, es gab weder eine seitenlange, langweilige Einleitung noch eine ewigwährende Zusammenfassung über Livs bisheriges Leben, worüber ich wirklich sehr dankbar war.
Vor allem Livs Traumwelt war sehr schön und lebhaft beschrieben und ich habe insbesondere die Kapitel, in denen Liv mehr über das Geheimnis ihrer nächtlichen Begegnungen herauszufinden versucht, sehr gerne gelesen. Interessant daran war vor allem die Tatsache, dass ihre Treffen in der Realität ja gar nicht stattfanden. Trotzdem ist es ihr gelungen, dadurch eine richtige Beziehung zu Grayson und den anderen aufzubauen.
Das Ende war sehr offen gehalten. Die Handlung des Buches war abgeschlossen und ich denke, man könnte auch hier schon aufhören, aber gleichzeitig wird schon auf Band 2 hingearbeitet und neugierig gemacht.
Ich finde die Idee dieser besonderen Traumwelt wirklich sehr originell. Dadurch hat man außerdem einige sehr interessante Fakten über das Träumen und die wissenschaftlichen Erklärungen dafür erfahren.

Mein Fazit
Ich mag Kerstin Giers Schreibstil sehr und war stets mit voller Aufmerksamkeit beim Lesen. An ihrer Edelstein-Trilogie reicht zumindest dieses Buch meiner Meinung nach nicht heran, aber ich bin auf jeden Fall sehr gespannt auf Band 2 und freue mich schon aufs Lesen.

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