Sonntag, 8. April 2018

[Rezension] Tintenherz


Cornelia Funke: Tintenherz

Preis: € 19,90 [D]
Einband: gebunden
Seitenanzahl:576
Altersempfehlung: ab 12
Reihe: Auftakt einer Trilogie
Verlag: Dressler Verlag
ISBN:  978-3-7915-0465-0



Der Inhalt
Als eines Nachts der Fremde Staubfinger bei Meggie und Mo auftaucht, stellt er ihr ganzes Leben auf den Kopf. Hals über Kopf brechen sie zu Tante Elinor auf, im Gepäck ein geheimnisvolles Buch. Und als Mo verschwindet, bricht Meggies Welt schließlich zusammen. Was hat Staubfinger mit der ganzen Sache zu tun? Und wer ist Capricorn? Meggie macht sich auf zu einer gefährlichen Reise, um Antworten auf ihre Fragen zu bekommen.


Der Titel
Der Name Tintenherz spielt eine besondere Rolle im Buch, die ich euch an dieser Stelle nicht verraten kann, aber wer das Buch bereits gelesen hat, weiß wovon ich spreche. Tintenherz hört sich sehr düster und geheimnisvoll an, was auf jeden Fall auf das Buch zutrifft.

Das Cover
Auf dem Cover zu sehen sind verzierte Großbuchstaben, wie sie in alten Büchern zu finden sind. Da das ganze Buch vom Lesen und von Büchern handelt, passt das sehr gut. Außerdem sind noch ein Dorf und ein Feuer abgebildet, beides wichtige Motive der Geschichte.

Die Protagonisten
Die 12-jährige Meggie liebt nichts mehr als das Lesen. Diese Leidenschaft hat das Mädchen bereits von ihrem Vater in die Wiege gelegt bekommen, denn Mo arbeitet als Buchrestaurator und liest selbst von früh bis spät. Immer wieder muss Mo für Aufträge verreisen und Meggie begleitet ihn stets dabei. So hat sie keinen Ort, an dem sie sich richtig zu Hause fühlt, nur mit ihrem Vater fühlt sie sich richtig wohl. Meggies Mutter ist vor Jahren verschwunden und Mo erzählt ihr immer wieder abenteuerliche Geschichten, wo seine Frau sein könnte und warum sie ihre Familie verlassen musste. Mo ist ein sehr ruhiger Mann und geht ganz in seiner Arbeit mit den Büchern auf. Meggie dagegen ist unheimlich neugierig und kann in Mos Gesicht wie in einem offenen Buch lesen.
Staubfinger versteckt seine Gedanken vor anderen und zieht sich meist in sich zurück. Er und Mo teilen ein Geheimnis, dass ihr Vater Meggie unter keinen Umständen mitteilen möchte. Woher Staubfinger kommt und was er von ihnen will, weiß Meggie nicht. Der Mann mit dem vernabten Gesicht und dem spöttischen, herablassenden Lächeln ist ihr unsympathisch und sie möchte nichts mit ihm zu tun haben.
Auch Meggies Großtante Elinor kann den „Streichholzschlucker“, wie sie den Feuerartisten nennt,  nicht leiden. Überhaupt kann sie nicht sonderlich viel mit Menschen und besonders mit Kindern anfangen und verkriecht sich viel lieber in ihre Bücher, von denen sie unzählige besitzt.

Die Story
Den Film zum Buch habe ich bereits vor einigen Jahren gesehen und war bereits damals begeistert von der Tintenwelt. Nun, nach der Lektüre von Band 1, liebe ich die Geschichte rund um Meggie, Mo und Staubfinger umso mehr.
Zu Anfang der Kapitel sind kurze Ausschnitte bzw. Zitate verschiedener Bücher abgedruckt, u.a. aus Die Chroniken von Narnia, Der Herr der Ringe oder Das Dschungelbuch. Über mehrere dieser Bücher wird auch im Buch geschrieben, entweder, weil Meggie sie gelesen hat oder weil sie diese Bücher irgendwo sieht. Die Zitate passen meist sehr gut zu den jeweiligen Kapiteln und sind eine super Idee, finde ich. Nach jedem Kapitel sind Zeichnungen abgebildet, die eine Szene oder einen Schauplatz darstellen. Das macht die Geschichte noch greifbarer und regt die Fantasie noch mehr an, finde ich.

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